Im Vordergrund der Arzthaftung steht die Frage, ob eine Gesundheitsbeeinträchtigung auf einen ärztlichen Fehler zurückzuführen und ob dem Patienten hieraus gegebenenfalls ein Schaden entstanden ist.

Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn eine medizinische Behandlung nicht unter Beachtung des zum Zeitpunkt der Behandlung aktuellen Erkenntnisstands der medizinischen Wissenschaft durchgeführt wurde.

Ein grober Behandlungsfehler wird nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs angenommen, wenn der Arzt eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf.

Beim Vorliegen eines groben Behandlungsfehlers wird die Ursächlichkeit des groben Fehlers für den Schaden widerleglich vermutet.

Auch eine nicht ordnungsgemäße Aufklärung des Patienten kann – selbst bei an sich ordnungsgemäßer Behandlung – Ansprüche des Patienten begründen.

Bezüglich dieser Fragen steht Ihnen Rechtsanwalt Markus Bittner als Fachanwalt für Medizinrecht zur Verfügung. Rechtsanwalt Bittner befasst sich seit 1997 mit Aufklärungs- und Behandlungsfehlern.

Ihr Rechtsanwalt:

Aktuelle Beiträge zum Medizinrecht:

„Einkommensausfälle bei Verletzung und Tötung“

Rechtsanwalt Markus Bittner hat am 11.6.2021 an der fünfstündigen Fortbildungsversanstaltung der Rechtsanwaltskammer Koblenz „Einkommensausfälle bei Verletzung und Tötung“ im Medizinrecht teilgenommen. Referent war Dr. Jan Luckey, Richter am Oberlandesgericht Köln. Themen waren unter anderem die Voraussetzungen und prozessualen Besonderheiten des Schadensersatzes bei Erwerbsnachteilen Verletzter oder von Unterhaltsberechtigten Getöteter.

„Zivilrechtliche Arzthaftung – Behandlungsfehler in der Chirurgie“

Rechtsanwalt Markus Bittner hat am 21.05.2021 an der fünfstündigen Fortbildungsveranstaltung des DAI e.V. „Zivilrechtliche Arzthaftung – Behandlungsfehler in der Chirurgie“ teilgenommen. Themen waren unter anderem problematische Haftungsfälle, die sich aus orthopädischen oder chirurgischen Sachverhalten ergeben können sowie entsprechende Klage- und Abwehrstrategien.

Wer haftet für Behandlungsfehler bei der Corona-Schutzimpfung?

Zuständig für den Betrieb und die Durchführung der Schutzimpfungen in Impfzentren und durch mobile Impfteams sind die Bundesländer. Der Impfarzt führt somit in diesen Fällen eine hoheitliche Tätigkeit im Auftrag des jeweiligen Bundeslandes durch, sodass Amtshaftungsansprüche des Patienten gegen das betreffende Bundesland in Betracht kommen. Wird der Coronaimpfstoff hingegen im Rahmen der allgemeinen ambulanten Versorgung […]